Montag, 12. Januar 2015

Eingewöhnungsphase Woche 1

Mittlerweile hab ich das Codacs schon fast eine Woche. Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Die ersten paar Tage musste ich es wegen der Schmerzen immer wieder wegtun. Der Druck auf die OP-Narbe war einfach zu schmerzhaft und das Hören war ungewohnt und laut. Hätte nicht gedacht, dass mir mal ein Hörgerät  zu laut ist. Am Anfang war alles so, als würde neben mir wer stehen und über ein Mikrofon mit mir reden. Das ist jetzt nicht mehr so arg. Es wird von Tag zu Tag besser, auch die Schmerzen lassen nach. 
Leider ist es etwas zu Laut eingestellt. Ich muss es um mindestens eine Stufe zurückdrehen. Das Verstehen wird auch immer besser. Mit sehr tiefen Stimmen habe ich noch große Probleme, da muss noch was umgestellt werden. 
Leider sind die Geräusche beim Autofahren eine echte Qual! Es ist so laut, als wäre eine Tür oder ein Fenster nicht richtig zu. Ich hab dadurch natürlich auch Probleme beim Radiohören. 

Am meisten aber kämpfe ich mit dem Gerät. Es ist noch sehr ungewohnt. Das Kabel ist viel zu lang und daher sieht man es durch die Haare durchblitzen, was mich sehr stört. Am Donnerstag, bei der Kontrolle muss ich unbedingt fragen, ob es ein kürzeres Kabel gibt. Ich hoffe!
Momentan verwende ich nur die Akkus. Ich bin aber sehr enttäuscht, der Kleine haltet nicht einmal einen Tag. Den großen werde ich morgen mal testen. Am ersten Tag hatte ich Batterien drinnen, die hielten grade mal einen Tag. Schon ein Wahnsinn, wenn ich jeden Tag die Batterien wechseln muss, bin ich am Jahresende arm. Aus diesem Grund werde ich versuchen, hauptsächlich die Akkus zu verwenden und die Batterien nur für den Notfall. 

Sonntag, 11. Januar 2015

Zeitungsartikel vom Codacs



Nur wenige Wochen nach meiner Operation las ich zufällig in einer Tageszeitung einen interessanten Bericht über das Codacs. Wäre bestimmt interessant sich mit den beiden Patienten einmal zu unterhalten. 

Mittwoch, 7. Januar 2015

Hörkurve nach und vor der OP


Hier zum Vergleich nochmal die Hörkurve vor der OP, es gab definitiv eine Verschlechterung, leider! 



Tag X

Heute war es endlich soweit, das Codacs wurde endlich eingeschalten. Zuerst musste ich einen kurzen Hörtest machen. Dieser fiel katastrophal aus. Anscheinend hat das Rest-Hörvermögen doch nachgelassen. Aber egal, jetzt habe ich ja das Codacs und das musste funktionieren.
Nach ein paar Einstellungen und Tests schaltete der Logopäde ohne jede Vorwarnung ein. Das war ja wahrscheinlich auch sein erstes Codacs, es ist zwar ähnlich in der Bauweise wie ein CI, aber es ist etwas anders. Auf jeden Fall war es so laut, dass ich richtig zusammengezuckt bin. Nach ein paar weiteren Einstellungsänderungen wurde ich für eine halbe Stunde rausgeschickt, um zu sehen, wie es "draußen" ist. Ehrlich gesagt, war ich nur bedingt zufrieden. Einerseits hörte ich Geräusche, welche ich gar nicht mehr kannte, andererseits verstand ich manche Leute gar nicht. Mit dunklen Männerstimmen hatte ich sehr große Probleme. Im Café fiel einer Serviererin eine Kaffeetasse um und ich bin furchtbar erschrocken. So etwas hätte ich vorher nur am Rande mitbekommen, wenn überhaupt. Nach meinem kurzen Ausflug ging es wieder zurück in die Logopädie. Umgestellt wurde nichts mehr, da ich mich ja sowieso erst daran gewöhnen muss und ich nächste Woche wieder einen Termin habe. 
Die Heimfahrt war ein Wahnsinn, das Autofahren war so laut und unangenehm, dass ich das Gerät m liebsten rausgeschmissen hätte. Es war als würde ich auf ganz alten Pflastersteinen fahren. Echt komisch. 
Nach etwa vier Stunden habe ich es weg getan, da mir das Ohr ziemlich weh getan hatte. Ich bin es ersten nicht gewohnt und zweitens tat mir die OP-Narbe weh. Am Abend werde ich es dann wieder nehmen. 
Am meisten freue ich mich aufs Schwimmen mit meiner Tochter. Das Codacs hat einen Schutz damit es wasserdicht ist. 

Montag, 5. Januar 2015

Hörgerät

Ich habe nach dem Ziehen der Nähte den Logopäden gefragt, ob ich in der Zwischenzeit, bis zur Einschaltung, mein Hörgerät nehmen darf. Er überlegte kurz und meinte, dass es vielleicht nicht so gut ist und verneinte dann.
Da ich unbedingt wissen wollte, ob ich im Notfall noch mit dem normalen Hörgerät hören kann, probierte ich es kurz aus. Ein Schock, es funktionierte nicht mehr. Damit hatte ich nicht gerechnet. 
Jetzt hieß es beten, dass das Codacs funktioniert

Mittwoch, 10. Dezember 2014

3 Wochen nach der OP

Heute ist es genau drei Wochen her, dass ich mich operieren ließ. Ich kann sagen, dass ich fast schmerzfrei bin. Wenn ich in der Nacht darauf liege, tut es noch etwas weh, ist aber zum aushalten.
Das Schönste ist, dass ich wieder ganz normal meine Haare waschen kann. 
Da ich nur auf einem Ohr höre, bin ich etwas in der Kommunikation eingeschränkt. Ich muss mich extrem konzentrieren. Manchmal könnte ich richtig durchdrehen. Jetzt verstehe ich beim Fernsehen gar nichts mehr. Ich hoffe so sehr, dass sich das im Jänner ändert. Wenn nicht, muss ich mir Kopfhörer zulegen, was ich eigentlich nicht will. 
Mit meiner Brille hab ich auch noch Probleme, der Bügel drückt auf die Narbe und das tut nach einiger Zeit sehr weh. Gut, dass ich auch ohne Brille so halbwegs etwas sehe. 

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Nähte ziehen

Heute war es endlich soweit, die Nähte wurden entfernt. Die Prozedur dauert zum Glück nur ein paar Minuten. Richtig schmerzvoll war es zwar nicht, aber es gibt angenehmere Sachen. Ich bekam noch die Tamponage raus und einen Spray, damit die Blutkruste besser runter geht. 
Der Gehörgang juckte mich schon so arg, dass ich nachts sogar wach wurde. Jetzt sollte es hoffentlich besser werden.
Die Schmerzen generell werden von Tag zu Tag besser. Der Gehörgang sticht von Zeit zu Zeit so stark, dass man das Gefühl hat, ein Blitz fährt durch. Diese Stiche werden aber auch immer seltener. Die Schwellung am Kopf, wo das Magnet ist, ist auch schon sehr zurückgegangen. Jetzt fühlt man schon, wo genau es ist. 
Nach dem Nähte ziehen ging es zur Probe. Es wird zwar erst im Jänner eingeschalten, aber mit irgendwelchen Impulsen kann man es vorher teste.
Leider hörte ich gar nichts. Der Akustiker und meine Ärztin nahmen es aber relativ gelassen, da das angeblich in den meisten Fällen so ist. Na ja. Ich war schon etwas geknickt. 
Jetzt musste ich noch einen ganz einfachen Hörtest absolvieren um zu sehen, ob sich etwas verändert hat. Eine unangenehme Situation, da der Kopfhörer sehr auf mein Ohr drückte. Das Ergebnis war aber erfreulich, keine Verschlechterung! Die Erleichterung war schon sehr groß.
Später traf ich noch die zweite Patientin, die am nächsten Tag operiert wurde. Sie hatte die selben Schmerzen und zusätzlich leider Schwindelanfälle. Das soll sich aber wieder geben.